"Typischer" Therapieverlauf in meiner Praxis

Psychotherapie Erstgespräch Diagnostik Ablauf Diane Dörr


Ich lege Wert auf einen klaren und transparenten Therapieablauf für alle Beteiligten. Mir ist wichtig, Ihrem Kind und Ihnen von Anfang an Orientierung über den Ablauf der Psychotherapie, den angewandten Methoden und der Prognose zum Behandlungserfolg zu geben. Ich möchte, dass Ihr Kind und Sie sich wohlfühlen und wir uns vertrauensvoll und offen über Ihre Anliegen und mögliche Bedenken austauschen können - und Sie alle wissen, was auf Sie zukommt. 

Da ich eine hohe Mitverantwortung für die Gesundheit Ihres Kindes trage, ist es mir wichtig, Ihnen auch folgendes mitzuteilen: 

Ein wichtiger Teil der ambulanten Psychotherapie, vor allem zu Beginn der Behandlung, besteht darin, dass ich Ihnen offen sage, welche Behandlungsoptionen ich fachlich für sinnvoll und geeignet halte - nicht immer ist die ambulante Psychotherapie das "Mittel der Wahl". Falls es anderer oder paralleler Unterstützung bedarf, z.B. einer Klinik oder Tagesklinik, erzieherischer Hilfen oder kinderpsychiatrischer Mitbehandlung, teile ich Ihnen das mit. Ich halte mich dabei an medizinische und psychotherapeutische Leitlinien, die Sie als Pat. oder Familien öffentlich nachlesen können.  

 

Häufig gestellte Fragen

Wenn Sie und Ihr Kind noch nie bei einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin waren, haben Sie vermutlich viele Fragen zum Therapieablauf. Hier finden Sie Antworten zu den wichtigsten Anliegen.  

Wie läuft der erste Schritt ab, wenn wir Interesse an einer Psychotherapie haben? Was passiert danach?

Sie fragen gezielt bei mir nach einem Therapieplatz - per Mail oder in der Telefonsprechzeit. Ist ein Therapieplatz frei, treffen wir uns für ein Erstgespräch. In der Regel folgen Diagnostikstunden, die der Abklärung der Themen dient, weswegen Sie bzw. Ihr Kind da ist. Ist eine ambulante Psychotherapie die geeignete Behandlunsmethode, beantragen wir diese bei der Krankenkasse, sofern diese gewünscht ist. Es kann aber auch sein, dass Sie andere Unterstützungsmöglichkeiten von mir vorgeschlagen bekommen und zunächst keine ambulante Therapie in die Wege geleitet wird. Gern vermittle ich Ihnen Kontakte weiterer Helfer, Partner und Anlaufstellen. 

Was sind die wichtigsten Phasen einer amb. Psychotherapie?

Die Therapie gliedert sich in folgende Phasen: Zuerst findet eine Diagnostikphase statt. Nach der gemeinsamen Zielklärung folgt die ambulante Psychotherapie (Kurz- und/oder Langzeit). Die Termine finden wöchentlich oder 14-tägig statt, individuell abgesprochen je nach Bedarf, Anzahl freier Therapieplätze und therapeutischem Anliegen.

Wie lange dauert eine typische amb. Psychotherapie. Wie oft finden Sitzungen statt?

In der Beantragung der ambulanten Psychotherapie gibt es mehrere Therapieschritte. In der Regel beginnen wir nach der Diagnostikphase mit einer Kurzzteittherapie 1 (KZT1), das sind zunächst 12 Sitzungen für Ihr Kind und 3 für Bezugspersonen. Anschließend sind bei Bedarf eine KZT2 (12 + 3) und auch noch eine Langzeittherapie (36 + 9) möglich. 

Üblicherweise dauert eine Therapiestunde 50 Minuten, vereinzelt sind Doppelstunden möglich oder notwendig. Ob dies so ist, besprechen wir vorab. Die Häufigkeit der Sitzungen sind individuell und werden an den Bedarf angepasst. 

Gibt es etwas Besonderes, was wir als Pat. / Familie wissen sollten?

Ich arbeite eng mit verschiedenen Institutionen zusammen, um eine umfassende Unterstützung zu gewährleisten. Dazu gehören Schulsozialarbeiter, das Jugendamt, Familienhelfer, Wohngruppen, Betreuer, Lehrer, Beratungsstellen, Kinderpsychiater, Vorbehandler, Kliniken und Spezialambulanzen. Diese Zusammenarbeit ist häufig notwendig und entscheidend für den langfristigen Therapieerfolg. 

Wie gestalten Sie die Elternarbeit?

In der Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen sind Bezugspersonenstunden explizit vorgesehen. Auf Wunsch der Eltern können diese stattfinden - oder auf Einladung durch mich. Auch in der Diagnostikphase ist mir die Mitarbeit der Eltern bzw. engsten Bezugspersonen meiner Patient:innen wichtig, um mir ein umfassendes Bild zu machen. Bei Jugendlichen ist mir sehr wichtig, dass wir uns zu gemeinsamen Gesprächen im Beisein der jungen Menschen treffen, damit diese ihre Sichtweisen einbringen können - wenn diese damit einverstanden sind.  

Unterliegen Sie der Schweigepflicht?

Psychotherapeut:innen unterliegen der Schweigepflicht. Dies bedeutet, dass die Inhalte der Therapiesitzungen vertraulich behandelt und an niemanden weiter gegeben werden. Kommt Ihr Kind allein zum Termin, gilt die Schweigepflicht auch Ihnen gegenüber als Eltern. Ein Brechen der Schweigepflicht ist bei Eigen- oder Fremdgefährdung möglich, z.B. bei akuter Suizidalität. 

Bereit für den ersten Schritt?

Wenn Sie weitere Fragen haben oder einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.
Ich freue mich auf Sie und Ihr Kind!